Wäsche waschen - Tipps für Anfänger

Die Wahl des richtigen Waschprogramms und des richtigen Waschmittels ist von entscheidender Bedeutung für das Ergebnis des Waschgangs. Vor dem Waschen sollte man die Wäsche sorgfältig nach Farben, Textilien und Waschempfehlungen, die auf einem Etikett in der Wäsche angegeben sind, sortieren. Weiße Wäsche aus Frottee oder Baumwolle sollte am besten mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden, für empfindliche Fasern wie Seide oder Leinen ist ein Feinwaschmittel empfehlenswert.

Vier Waschprogramme - Koch- und Buntwäsche, Feinwäsche, Pflegeleicht und Wolle - gehören zur Grundausstattung einer modernen Waschmaschine, sie reichen normalerweise auch voll aus, aber wer Wert auf mehr Komfort legt, sollte sich ein Waschmaschinen-Modell mit mehreren zusätzlichen Funktionen anschaffen. In der Regel gilt: Je mehr Funktionen, desto teurer die Waschmaschine.

Vorwäsche zur Durchfeuchtung


Bei sehr stark verschmutzter Wäsche empfiehlt sich eine Vorwäsche. Die Vorwäsche dient dazu, die Textilien zu durchfeuchten und auf die Hauptwäsche vorzubereiten. Wichtig ist es deshalb, nicht die volle Menge an Waschmittel zu nehmen, ein Viertel der für die Hauptwäsche empfohlenen Menge reicht vollkommen aus. Durch die längere Einweichzeit in schwacher Lauge bei niedriger Temperatur löst sich ein Großteil des Schmutzes bereits bei der Vorwäsche aus der Wäsche und kann dann im Hauptwaschgang leichter ausgewaschen werden. Die Vorwäsche dauert 20 - 30 Minuten, nach denen die Waschmaschine dann zum Hauptwaschgang übergeht.

Hauptwaschgang für Koch- und Buntwäsche


Koch- oder Buntwäsche wird im Hauptwaschgang bei 95 Grad Celsius bzw. 30 bis 60 Grad Celsius gewaschen. Bei weißer Wäsche aus robustem Stoff wie zum Beispiel Frottee oder Baumwolle sollte man bei sehr starker Verschmutzung oder besonderen hygienischen Erfordernissen (ansteckende Krankheiten) bei 95 Grad Celsius waschen, auch hartnäckige Flecken wie Obst-, Blut- oder Ölflecken lassen sich bei niedrigen Temperaturen kaum entfernen. Ansonsten reicht es auch für Unterwäsche, Küchen- und Handtücher meistens aus, sie bei 60 Grad Celsius zu waschen. Farbige Textilien sollten nie bei 95 Grad Celsius, sondern bei 40 Grad Celsius, höchstens 60 Grad Celsius, mit einem speziellen Colorwaschmittel gewaschen werden, denn hohe Temperaturen lassen die Farben ausbleichen. Für leicht verschmutzte Weißwäsche reicht diese Temperatur auch vollkommen aus.

Das Waschprogramm dauert ungefähr zwei Stunden und besteht aus Hauptwäsche, Spülen und Schleudern. Wichtig ist die richtige Füllmenge, die Waschmaschine soll weder überladen sein, damit die Wäsche auch genug Platz hat, sich zu bewegen, andererseits soll aus Gründen des Umweltschutzes und der Rentabilität auch nicht mit zu geringer Ladung gewaschen werden.

Bei der Hauptwäsche arbeitet die Waschmaschine mit geringem Wasserstand und normaler Trommeldrehzahl. Nach der Wäsche erfolgen mehrere Spülgänge, um die Lauge zu entfernen, daran anschließend der Schleudergang. Bei einigen Waschmaschinen endet der Schleudergang mit sehr langsamen Drehbewegungen der Wäschetrommel zwecks Auflockerung der Wäsche zum Knitterschutz.

Waschprogramm Feinwäsche


Das Waschprogramm Feinwäsche sollte bei besonders empfindlichen Textilien wie zum Beispiel Seide oder bei Stoffen, die einlaufen können, gewählt werden, die Füllmenge sollte maximal 2,5 kg betragen. Feinwäsche wird im Vergleich zum normalen Waschprogramm mit einem höheren Wasserstand und einer geringeren Trommelumdrehungszahl gewaschen, der Schleudergang ist kürzer und schonender. Feinwäsche sollte bis höchstens 30 Grad Celsius mit einem speziellen Feinwaschmittel, am besten in flüssiger Form, gewaschen werden.

Pflegeleicht-Waschprogramm


Das Pflegeleicht-Waschprogramm ist geeignet für leicht verschmutzte Textilien aus Kunstfasern oder Mischgeweben. Diese Stoffe sind empfindlicher als Naturstoffe, die Füllmenge sollte deshalb auch hier, wie bei der Feinwäsche, maximal 2,5 kg betragen, der Wasserstand ist höher und die Trommelumdrehungszahl niedriger als bei dem normalen Waschprogramm. Am Ende des Waschganges bleibt die Wäsche entweder im Spülbad liegen oder kann durch manuelles Einstellen des Schleudergangs kurz geschleudert werden. Auch hier sollte maximal mit 30 Grad Celsius gewaschen werden, da die Textilien sonst Schaden nehmen können.

Wollprogramm


Das Wollprogramm wurde für Textilien aus maschinenwaschbarer Wolle konzipiert. Einige Wollsachen sind aber so empfindlich, dass sie nur mit der Hand gewaschen werden dürfen, so dass es unbedingt notwendig ist, auf das Wollsiegel auf dem Etikett zu achten. Bei Wollsachen sollte die Waschmaschine nur leicht beladen sein, da Wolle sehr viel Wasser aufsaugt. Da nasse Wolle sehr empfindlich ist und insbesondere die Reibung bei einem normalen Waschgang die Wolle schädigt und Verfilzen zur Folge hat, sind die Trommelbewegungen hier noch langsamer als bei der Fein- oder Pflegeleichtwäsche, zwischen den Drehungen liegen längere Pausen, in denen die Wäsche in der Lauge ruhen kann.

Zum Waschen von Wolle sollte immer ein spezielles Wollwaschmittel, am besten in flüssiger Form, verwendet werden. Wolle sollte am besten kalt, höchstens bis 30 Grad Celsius gewaschen werden. Grundsätzlich gilt, dass man Wollpullover auch nicht nach jedem Tragen waschen muss, oft reicht es vollkommen aus, sie gut durchzulüften.

Energiesparprogramm


Umweltschutz und Energiesparen sind heutzutage als wichtiges Thema in aller Munde und die meisten Waschmaschinen besitzen mittlerweile ein spezielles Energiesparprogramm. Dieses Waschprogramm besitzt eine längere Einweichzeit, so dass die Textilien dann im Anschluss mit einer niedrigeren Temperatur gewaschen werden können.

Spezialwaschprogramme


Einige Waschmaschinen besitzen darüber hinaus noch zusätzliche Waschprogramme wie Leichtbügeln Plus, ein spezielles Daunen- oder Hygieneprogramm, deren Funktionen sich bereits aus dem Namen ergeben. Zusätzlich zu den optional wählbaren Waschprogrammen besitzen die meisten Waschmaschinen noch spezielle Schleuderprogramme für Feinwäsche, die am Ende des Waschganges im Spülwasser verbleibt, wählbar ist Abpumpen, Kurzschleudern oder Schleudern. Beim Abpumpen kommt die Wäsche tropfnass aus der Waschmaschine und muss sofort aufgehängt werden, beim Kurzschleudern wird sie nur kurz angeschleudert, was für empfindliche Textilien empfehlenswert ist.

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